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18. April - 26. Juli 2015
HANNAH WEINBERGER
As if I became upside down, right side up



Eröffnung: 17. April 2015, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mi-So, 14-18 Uhr

Hannah Weinberger arbeitet mit Performance, Video, Installation und insbesondere Klang - nicht selten auch jenseits klassischer Ausstellungsformate. Ihre künstlerische Praxis ist in der Regel kollaborativ, sie interagiert mit befreundeten KünstlerInnen, TeilnehmerInnen von performativen Workshops oder den BesucherInnen der Ausstellung. Netzbasierte Open-Source Programme dienen Weinberger dabei als technische Voraussetzung für Arbeiten wie ihre Sound-Kompositionen, die wesentlich auf vorgefertigtem und digital verfügbarem Material basieren.

Im Kunstverein Harburger Bahnhof wird Weinberger für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland eine Installation aus sechs großen Schweizer Felsbrocken zeigen, die - innen hohl - als verstärkende Lautsprecher konzipiert sind. Persönliche Field recordings, wie klirrende Gläser oder Tierstimmen, sowie für jeden zugängliche vorgefertigte Klänge aus Open-Source-Libraries im Internet, z.B. Cartoon- oder Natur-Geräusche, sind der Ausgangspunkt für Weinbergers digitale Kompositionen. Durch standardisierte Verfahren am Computer generiert sie verschiedene Klangabfolgen für jeden Stein, die dann im Ausstellungsraum performativ zusammenspielen. Die 60-minütige Komposition erinnert an Ambient-Musik und variiert abhängig von der Bewegung der BesucherInnen im Raum. Die sehr unterschiedlichen Qualitäten der massiven, natürlichen Steine und des flüchtigen, synthetischen Tons stehen sich gegenüber. Gleichzeitig provozieren sie angesichts medialer und gesellschaftlicher Veränderung die Frage, ob sich altbekannte Antagonisten wie Natur vs. Kultur, Persönlich vs. Allgemein, Realität vs. Digitalität heute noch halten lassen.

Weinberger (*1988, CH/US) studierte an der Schule für Gestaltung in Basel und Hochschule der Künste in Zürich, wo sie ihren Master of Fine Arts machte. Neben ersten internationalen Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle Basel (2012), KUB Arena in Bregenz (2014), MIT in Cambridge, Massachusetts (2015) und Beteiligungen an Gruppenausstellungen wie der 12. Biennale in Lyon (2013), ko-leitete sie den Projektraum Elaine im Museum für Gegenwartskunst in Basel und ist Vorstandsmitglied der Kunsthalle Basel.


Zur Ausstellung erscheint eine Audio-Publikation bei dem Kölner Label "Apparent Extent".

Das Programm des Kv.H.Bf. wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg. Die Ausstellung wurde gefördert mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.