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SEQUENZEN AUS 50 MILLIONEN KONSTELLATIONEN
Ausstellungsfolge der 35. Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst 2015

Mit Babak Behrouz, Carsten Benger, Christiane Blattmann, Armin Chodzinski, Marlene Denningmann, Anja Dietmann, Jens Franke, Verena Issel, Anna Steinert und Helena Wittmann

Babak Behrouz, kW, 2016


1 Ort, 7 Zeiträume und 10 künstlerische Positionen ergeben mehr als 50 Millionen mögliche Anordnungen. Der Titel dieser Ausstellungsfolge basiert auf einer mathematischen Annäherung. Die Zahl spielt mit der Unwahrscheinlichkeit, dass die zehn ausstellenden Künstlerinnen und Künstler in genau dieser räumlichen Konstellation und Abfolge zwischen dem 30. März und dem 8. Mai 2016 im Kunstverein Harburger Bahnhof zusammenkommen.

Seit 1981 werden jährlich zehn Hamburger Künstlerinnen und Künstlern mit einem Arbeitsstipendium ausgezeichnet. Gemeinsam haben sie Hamburg als Aufenthalts- und Arbeitsort. Ein durch eine Jury bewertetes Maß an Qualität und Aktualität bestimmt sich relational zu den anderen Bewerbern im jeweiligen Jahr. Danach wird ausgewählt und unabhängig von Medium, Fragestellung oder künstlerischer Arbeitsweise paritätisch gefördert. Eine gemeinsame Ausstellung bildet traditionsgemäß den Abschluss der Förderung.

2015 setzte der Hamburger Kunstverein entscheidende Impulse für die Neukonzeption dieser Gruppenausstellung, indem darauf verzichtet wurde, die sehr unterschiedlichen Positionen zeitgleich in einem Raum zusammenzubringen. Stattdessen wurden sie in aufeinander folgenden wöchentlichen Einzelpräsentationen sichtbar. Auch im Kv.H.Bf. wurde diese Jahr das Format einzelner, teils paralleler Präsentationen gewählt, um die Laufzeit der Ausstellung zu strukturieren. Als gemeinsamer Nenner aus unzählbaren denkbaren Möglichkeiten sind sie Ergebnis kollektiver Aushandlungsprozesse und Positionierungen, bei denen Räume besetzt und Territorien markiert, aber auch starke und produktive Kompromisse gefunden wurden.

Wiederkehrende Motive in den diesjährigen Abschlusspräsentationen sind Produktionsprozesse und ihre Bedingungen, ihre Materialität, ihre Mythologien und ihre Inszenierung sowie Ökonomien des Begehrens. Damit einher geht konsequent ein Fokus auf die Inszenierung, auf den Raum als Aufführungsort und Kontext, auf ein Agieren mit den Möglichkeiten der (Be-)Setzung. Der Ausstellungsraum wird herausgefordert auf seine Potenziale und auf die ihm impliziten Verwandtschaften zum Bühnen- und Zuschauerraum, zum Display und Atelier, zum Labor und zur Werkstatt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


31. März – 3. April 2016
Armin Chodzinski
"Es ist der Alltag"
&
Helena Wittmann
"KINSHIP"


Eröffnung: Mittwoch, 30. März, 19 Uhr
Eröffnung der Räume und der Ausstellungsfolge:
Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler
Begrüßung:
Julia Sökeland (Vorstandsvorsitzende Kunstverein Harburger Bahnhof)
Einführung in die Ausstellungsfolge:
Lisa Britzger & Jennifer Smailes (Künstlerische Leiterinnen Kunstverein Harburger Bahnhof)
20.30 Uhr, Aufführung:
Armin Chodzinski & Gerd Bauder






7.– 9. April 2016
Babak Behrouz
"kW"
Installation, 16 Energiesparlampen (Made in Iran), HD-Video, 2016
Eröffnung: Mittwoch, 6. April, 19 Uhr
Samstag, 9. April, Lange Nacht der Museen in Hamburg





10.– 12. April 2016
Marlene Denningmann
WUNSCHKONZERT
HD-Video, 13 min, 2016
Eröffnung: Sonntag, 10. April, 14 Uhr




15.– 17. April 2016
Anna Steinert
Besuch einer Vorstellung
Experimentalfilm, Full-HD, 8 min, 2016
Eröffnung: Donnerstag, 14. April, 19 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg und der Hamburgischen Kulturstiftung




21.– 24. April 2016
Carsten Benger in Zusammenarbeit mit Philip Gaißer
NO MATTER WHAT YOUR CURRENT STATE IS – IT COULD BE BETTER
Eröffnung: Mittwoch, 20. April, 19 Uhr




28. April – 1. Mai 2016
Christiane Blattmann
Where is everybody?
&
Anja Dietmann

IN COLOUR BROWN
(work in progress), 2016
Eröffnung: Mittwoch, 27. April, 19 Uhr



4.– 8. Mai 2016
Jens Franke in Zusammenarbeit mit Steffen Danek, Niklas Fanelsa, Marius Helten, Johannes Koch, Katja Lell, Leonard Wertgen, Freya Winkelmann, Anna Wulf
Beyond Economic Constraints
Mit freundlicher Unterstützung von Gerüstbau Bartels

Samstag, 7. Mai, 16 Uhr
Abschlusspräsentation Beyond Economic Constraints
& Präsentation der PublikationUKIYO
von Verena Issel in Zusammenarbeit mit John L Tran

Fotos: Jens Franke



Das Programm des Kv.H.Bf. wird ermöglicht durch die Kulturbehörde Hamburg.